Telekom zwingt zum Wechsel auf IP-Telefonie


Das bedeutet das Aus für ISDN, Telefonie und klassische TK-Anlagen.


 

Im Zuge der kompletten Modernisierung des Telefonnetzes in Deutschland, werden alle bisherigen analogen und ISDN-Anschlüsse auf das Internet Protokoll (IP) im NGN (Next Generation Network) umgestellt.

Umgewandelt werden deutschlandweit bis zu 70.000 Anschlüsse wöchentlich.

 

 

Was sind die Vorteile?

Bei ISDN und analoger Telefonie wird ein Teil des Netzes ausschließlich für die Sprachübertragung bereitgehalten. Diese Bandbreite ist blockiert, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Hier ist VoIP viel effizienter. Denn hier wird die Sprache digitalisiert über die gleichen Leitungen übertragen wie der normale Datenverkehr Wenn nicht telefoniert wird, steht die Bandbreite anderweitig zur Verfügung.

Ansonsten bietet VoIP die gleichen Funktionen wie ein ISDN-Anschluss: zwei Sprachkanäle, standardmäßig drei verschiedene Rufnummern, die sich über den Router verwalten lassen. Außerdem kann man Rufweiterleitungen oder auch Rufsperren selbst einrichten. Man braucht übrigens nicht zwangsläufig ein Festnetztelefon, auch das Smartphone lässt sich via VoIP nutzen.

Ein weiterer Vorteil: Wenn beide Gesprächspartner via VoIP telefonieren und HD-fähige Telefone nutzen, ist auch die Sprachqualität deutlich besser als bei der analogen Telefonie.

 

Was sind die Nachteile?

Bei IP-Telefonie werden die Gesprächsdaten zum Teil komprimiert und auf Sprechfrequenzen hin optimiert. Das kann zu Problemen mit ans Telefonnetz angeschlossenen Geräten führen, die auf eine möglichst bitgenaue Übertragung beziehungsweise Störsicherheit oder auf spezielle ISDN-Funktionen angewiesen sind. Beispiele hierfür sind Hausnotruf-Geräte, Alarmanlagen, EC-/Kreditkarten-Terminals und zum Teil auch Faxgeräte.

Auch Stromausfälle waren bei ISDN und analogen Anschlüssen kein Problem, zur Not erfolgt die Stromversorgung über die Telefonleitung. Das geht bei VoIP nicht mehr. Bei sogenannten Hausnotrufsystemen, die in vielen Haushalten von Senioren und Menschen mit Behinderung installiert sind, könnte das dannProbleme machen. Denn bei einem Stromausfall könnten die Betroffenen dann keine Hilfe ordern.

 

Faxgeräte, EC-Cash-Terminals, Notrufgeräte und Einbruchmeldesysteme funktionieren  nicht mehr problemlos.

Auch ihre Telefonanlage kann u.U. nur noch eingeschränkt arbeiten.



Nach Ansicht von Datenschützern überträgt die Telekom per IP alle Daten unverschlüsselt. Bei einem Hackerangriff könnte das zum Beispiel für Anwälte, Ärzte oder Steuerberater zum Problem werden, weil sie Informationen über ihre Klienten und Patienten schützen müssen.

 



Die Deutsche Telekom stellt aktuell alle analogen und ISDN-Telefonanschlüsse auf IP-basierte Anschlüsse um.

 

Dieser Wechsel wird bei rund 60.000 Kunden pro Woche vollzogen. Die Telekom empfiehlt die Anschaffung eines neuen Speedports.

 

 

 

Wir beraten sie gerne, denn alle aktuellen FRITZ!Box-Modelle unterstützen die Telefonie über den IP-basierten Anschluss der Telekom.